Geförderte Projekte

Einige Beispiele für Förderungen durch die Münchner Regenbogen-Stiftung/Patrick Lindner-Stiftung

Nachbarschaftsprojekt für ältere LGBT

Ältere Frauen und Männer aus der LGBT-Community sollen darin unterstützt werden, möglichst lange selbstbestimmt und lebensweltnah in der eigenen Wohnung oder einer ambulanten Wohnform verbleiben zu können. Bereits bestehende Ansätze von nachbarschaftli­chem Engagement bzw. Initiativen aus der LGBTI*-Community für Seniorinnen und Senioren sollen unterstützt, vernetzt und gefördert werden. Ältere LGBT sollen vor Diskriminierung und Ausgrenzung geschützt werden. Isolation und Ausgrenzung, gerade bei fehlenden Familienstrukturen/Generationsverträgen sollen verhindert werden.

Fachtag „La vie en rose“ – warum wir heute bunter sind

In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Stadt zu einer offeneren und bunteren Gesellschaft gewandelt. Die heute älteren lesbischen Frauen und schwulen Männer erlebten diesen Wandel von einer Zeit der Diskriminierung und Verfolgung über Liberalisierung mit einer schrittweisen Annäherung hin zu einer Gleichberechtigung. Das geschah jedoch nicht ohne vielfältiges Engagement, das unsere Stadt bis heute prägt. Dieser Forumstag möchte die Entwicklung der Lesben- und Schwulenbewegung näherbringen und mit Vorträgen und Workshops aufzeigen, wie das heutige Leben von lesbischen Frauen, schwulen Männern und transidenten Menschen – im Hinblick auf vielfältige Perspektiven im Alter – auch allen Münchnerinnen und Münchnern zugutekommt. Abgerundet wird das Programm durch künstlerische Darbietungen des Regenbogenchors München und der Schauspielerin Claudia Kind der Münchner Theatergruppe „Von der Rolle“.

Aufklärungsarbeit an einer Fachoberschule in München

Das Filmprojekt „My Child“, das im Sommer 2015 auch öffentlich in Münchner Kinos lief, bietet eine sehr gute Gelegenheit, um zu zeigen, dass muslimisch und schwul, lesbisch, trans* sein, sich nicht ausschließen. Noch viel mehr zeigt die Dokumentation, wie muslimische Eltern sich für ihre LGBTIQ-Kinder einsetzen, auch unter der Gefahr gesellschaftlich ausgeschlossen zu werden.
Dieses Gesicht zeigen und sich einsetzen für die Belange von LGBTIQ ist der Grundgedanke des Arbeitskreises „Gay-Straight-Alliance“ und dem Label „Schule ohne Rassismus“. Deshalb wurde am 20.11.15 in der Aula der Städt. Fachoberschule die Dokumentation „My Child“ zweimal hintereinander gezeigt mit anschließender Podiumsdiskussion mit dem Regisseur, zwei Eltern und noch einem Jugendlichen. Am Nachmittag war noch ein Themennachmittag mit den Akteuren/Akteurinnen und der Gruppe der Gay-Straight-Alliance geplant.
Ziele: Akzeptanz von Vielfalt im Hinblick auf LGBTIQ-Lebensweisen sowie die intensive Ausein­andersetzung mit dem Thema Islam und LGBTIQ durch die anschließenden persönlichen Gespräche mit dem Regisseur, den Eltern und dem jungen Erwachsenen im Rahmen einer Podiumsdiskussion.

Erstellung und Druck einer Aufklärungs­broschüre für Jugendliche

Ziel der Broschüre ist es, Jugendlichen im Rahmen einer Geschichte alle wichtigen Informationen zum Thema LSBTIQ*-Lebensweisen an die Hand zu geben. Durch die Möglichkeit, Begriffe und Tipps zum Thema LSBTIQ* auf niederschwelliger Basis nachzulesen, soll Wissen vermittelt, Vorurteile entkräftet und Diskriminierung vorgebeugt werden.
Auch finden LSBTIQ*-Jugendliche zudem alle relevanten Beratungsangebote, Internetlinks und Anlaufstellen für die Kontaktaufnahme in der
Broschüre.
Es werden 20.000 Stück der Broschüre hergestellt.

RESPEKTakel, ein Hörspiel zur Respekt­kampagne

Ein Live-Hörspiel zum Thema Respekt und Toleranz sowie Akzeptanz innerhalb der Community. Aufführung im Rahmen eines „Köche gehen fremd“ im Cafe Regenbogen der Münchner Aids-Hilfe. Ziel ist die Sensibilisierung von einzelnen Gruppen innerhalb der Community. Aufzeigen, dass wir alle – trotz Unterschiedlichkeiten – EINE Familie sind, die zusammenhalten sollte! Ein Beitrag zur Respektkampagne im Glockenbachviertel!

Gutscheinheft für geflüchtete LGBT

Couponheft für geflüchtete LGBTI. Sie sollen in den Beratungsstellen Sub, LeTRa und Trans* ausgegeben werden. Verschiedene Szeneeinrichtungen stellen Coupons zur Verfügung, mit denen Geflüchtete kostenlos Angebote der Münchner LGBTI-Szene nutzen können. Ziele: Die Geflüchteten sollen die Möglichkeit haben, die Münchner LGBTI-Szene kostenlos kennenzulernen und am Szene-Leben teilzunehmen. Langfristiges Ziel ist die Integration der Geflüchteten in unsere Gemeinschaft.

Die Texte stammen aus den Antragsbegründungen.